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Insektengift-Allergie

Indikation für eine SIT bei Bienen- oder Wespengift-Allergie

Verbessern Sie die Diagnostik mit ImmunoCAP Allergenkomponenten


Auswahl der geeigneten spezifischen Immuntherapie (SIT)

Der Erfolg einer Insektengift-SIT ist wahrscheinlicher, wenn die Auswahl der Immuntherapie auf einer primären Sensibilisierung gegen Bienen- und/oder Wespengift basiert.

 "Da die SIT eine aufwändige und für den Patienten belastende Behandlung ist, welche in der Regel über einen längeren Zeitraum (drei bis fünf Jahre) angewendet wird, ist die korrekte Diagnose, die Auswahl geeigneter Patienten und die Identifizierung von Primärsensibilisierungen auf spezifische Allergene wichtig für das optimale und kosteneffizient Patientenmanagement.”

WAO – ARIA – GA²LEN Konsensdokument über Molekulare Allergiediagnostik

Doppelpositivität – ist es wirklich eine  Bienen- und/oder Wespengift-Allergie?

  • Positive Testergebnisse gegen Insektengiftextrakte beruhen nicht immer auf einer primären Sensibilisierung. 
  • In vielen Fällen verursachen IgE-Antikörper gegen CCD* Doppelpositivität, haben jedoch nur selten klinische Relevanz.

*Kreuzreaktive Kohlenhydratdeterminanten (Cross-reactive Carbohydrate Determinants)

50 prozent pic

Neue ImmunoCAP Bienengift-Allergenkomponenten für Ihre Diagnostik

  • Api m 3 und Api m 10 können in SIT-Extrakten unterrepräsentiert oder  nicht enthalten sein. Eine spezifische Immuntherapie könnte bei Patienten, die gegen diese Komponenten sensibilisiert sind, weniger erfolgreich sein. 
  • Die Erweiterung der Diagnostik mit Api m 1 und Api m 10 um die Insektengiftkomponenten Api m 2, Api m 3 und Api m 5 verbessert die diagnostische Spezifität und ermöglicht eine fundiertee Entscheidungsgrundlage für die SIT.

Verbesserte Diagnostik mit ImmunoCAP Bienengift-Allergenkomponenten

Bei Doppelpositivität gegen Bienen- und Wespengiftextrakt ermöglicht die erweiterte Diagnostik mit Allergenkomponenten zwischen primärer Bienen- und/oder Wespengiftsensibilisierung zu differenzieren und somit die geeignete Immuntherapie für Ihren Patienten auszuwählen.

Prozentsatz sensibilisierun
Prozentsatz von Patienten mit Bienengiftsensibilisierung, getestet mit verschiedenen Kombinationen an Bienengift-Allergenen (n=144). Adaptiert nach Köhler et al.

Wählen Sie die passende SIT – empfohlenes Testprofil

“Eine Tryptase-Messung wird vor Beginn einer SIT empfohlen.”

Leitlinien der EAACI, AAAAI, WAO, ICON

 

Testprofil biene wespe
  • Bestimmen Sie die Tryptase-Basalkonzentration Ihrer Patienten mit Insektengift-Allergie vor Beginn der SIT. Patienten mit erhöhtem Tryptasewert haben ein erhöhtes Risiko für schwere Reaktionen.
  • In Bienengiftextrakten, die für die Immuntherapie verwendet werden, können Api m 3 und Api m 10 unterrepräsentiert sein.
  • Sowohl Bienengift- als auch Wespengiftallergene weisen CCDs mit identischer Struktur auf. Deshalb führen IgE-Antikörper gegen CCDs zu doppelt positiven Testergebnissen. mit Bienen- und Wespengiftextrakt. Sie haben jedoch nur selten klinische Relevanz. Zur Abklärung von CCD-Kreuzreaktionen steht Ihnen die Allergenkomponente CCD Kohlenhydrat-Determinante MUXF3 (o214) zur Verfügung. Die rekombinanten Insektengift-Komponenten enthalten keine CCDs.

ImmunoCAP Allergenkomponenten helfen Ihnen, doppelpositive Testergebnisse zu entschlüsseln 

CCD-freie Insektengiftkomponenten ermöglichen:

Echte Doppelsensibilisierung gegen Bienen- und Wespengift von CCD-bedingter Kreuzreaktivität zu unterscheiden

  • Bienengift: rApi m 1, rApi m 2, rApi m 3, rApi m 5 und rApi m 10
  • Wespengift: rVes v 1 und rVes v 5
  • Feldwespengift: rPol d 5
Die passende Insektengift-SIT für das Sensibilisierungsprofil des Patienten auszuwählen.

 

Ccd puzzle 1

“Der Nachweis von rekombinanten Insektengiftallergenen ermöglicht die Unterscheidung zwischen primärer Insektengiftsensibilisierung und CCD-bedingter Kreuzreaktiviät bei Patienten mit doppelpositiven IgE-Testergebnissen aus konventioneller, extraktbasierter Insektengift-Testung.” 

WAO – ARIA – GA²LEN Konsensdokument über molekulare Allergiediagnostik


Fallbeispiel 1

Indikation für SIT mit ein oder zwei Insektengiften?

Maria, 25 Jahre

Anamnese

  • Stich durch ein unbekanntes Insekt in den Mittelfinger der rechten Hand. 
  • Nach mehreren Minuten Auftreten von generalisiertem Juckreiz, Ausschlag am Oberkörper, Atemnot und Engegefühl im Hals. 
  • Besserung der Symptomatik nach notärztlicher Behandlung mit systemischen Glukokortikosteroiden und Antihistaminika.
  • Außerdem: Bluthochdruck
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Konventionelle Diagnostik

Positiver Haut-Prick-Test                                       
Bienengift (100µg/ml) ++
Wespengift (300µg/ml) ++
Positiver ImmunoCAP® IgE-Test
Bienengift i1 5,9 kUA/l
Wespengift i3 1,3 kUA/l
ImmunoCAP Gesamt-IgE 16,7 kU/l
ImmunoCAP Tryptase 5,4   µg/l

Interpretation der Testergebnisse

  • Sowohl in der Hauttestung als auch in der spezifischen IgE-Bestimmung zeigt sich eine Doppelsensibilisierung gegen Bienen- und Wespengift. Eine Aussage, ob es sich um eine chte Doppelsensibilisierung oder um eine Kreuzreaktion handelt, kann nicht getroffen werden. 
  • Der basale Tryptasewert liegt im Normalbereich (bei Gesunden: 95. Perzentile 11,0 μg/l).
  • Die Indikation für eine spezifische Immuntherapie (SIT) ist gegeben Unklar ist, ob diese mit Bienen- und/oder Wespengift erfolgen soll.

Aktuelle Situation

Erweiterte Diagnostik mit ImmunoCAP Allergenkomponenten

Bienengift       rApi m 1 i208   4,7 kUA/l         
  rApi m 2 i214 <0,1 kUA/l
  rApi m 3 i215   2,4 kUA/l       
  rApi m 5 i216   2,9 kUA/l       
  rApi m 10 i217   5,6 kUA/l       
Wespengift rVes v 1 i211 <0,1 kUA/l
  rVes v 5 i209 <0,1 kUA/l
CCD MUXF3 o214   1,3 kUA/l

Befundinterpretation

Die Diagnostik mit den CCD-freien rekombinanten Allergenen zeigt:

  • Sensibilisierung gegen die speziesspezifischen Majorallergene des Bienengifts Api m 1, Api m 3 und Api m 10 
  • Sensibilisierung gegen das Bienengiftallergen Api m 5 
  • Keine Sensibilisierung gegen das Bienengiftallergen Api m 2
  • Keine gegen die speziesspezifischen Majorallergene des Wespengifts Ves v 1 und Ves v 5; Verdacht auf Doppelsensibilisierung nicht bestätigt

Spezifisches IgE gegen die kreuzreaktiven Kohlenhydrat-Determinanten (CCD MUXF3) kann das positive Testergebnis auf Wespengift (i3) erklären.

Spezifisches IgE gegen Api m 5, das mit Ves v 3 ein homologes Molekül im Wespengift besitzt, kann ebenfalls zu dem positiven Testergebnis auf Wespengift beitragen.

Diagnose

Primärsensibilisierung gegen Bienengift

Behandlung

Aufgrund dieser Befunde wird eine SIT mit Bienengift durchgeführt.

 


Fallbeispiel 2

Indikation für SIT mit ein oder zwei Insektengiften?

Thomas, 68 Jahre

Anamnese

  • Stich durch nicht identifiziertes Insekt in die rechte Schulter.
  • Nach ca. 30 Minuten Auftreten von allgemeinem Hitzegefühl, Juckreiz, generalisiertem
    Exanthem, Gesichtsschwellung und Schwindel.
  • Besserung der Symptomatik nach einer Behandlung durch den Hausarzt mit intravenösen
    Glukokortikosteroiden und oralem Antihistaminikum.
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Konventionelle Diagnostik

Positiver Haut-Prick-Test                                       
Bienengift (100µg/ml) ++
Wespengift (100µg/ml) ++
Positiver ImmunoCAP® IgE-Test
Bienengift i1 3,5 kUA/l
Wespengift i3 4,0 kUA/l
ImmunoCAP Total-IgE 460,0 kU/l
ImmunoCAP Tryptase 1,1   µg/l

Interpretation der Testergebnisse

  • Die Ergebnisse von konventioneller Hauttestung und extraktbasierter serologischer Diagnostik
    mit Insektengiften können nicht klären, ob die anaphylaktische Reaktion durch eine echte
    Doppelsensibilisierung oder eine Kreuzreaktion hervorgerufen wurde. 
  • Der basale Tryptasewert liegt im Normalbereich (bei Gesunden: 95. Perzentile 11,0 μg/l).
  • Die Indikation für eine spezifische Immuntherapie (SIT) ist gegeben Unklar ist, ob diese mit Bienen- und/oder Wespengift erfolgen soll.

Aktuelle Situation

Erweiterte Diagnostik mit ImmunoCAP Allergenkomponenten

Bienengift       rApi m 1 i208   3,9 kUA/l         
  rApi m 2 i214 <0,1 kUA/l
  rApi m 3 i215   2,7 kUA/l       
  rApi m 5 i216   2,9 kUA/l       
  rApi m 10 i217   3,7 kUA/l       
Wespengift rVes v 1 i211   1,1 kUA/l
  rVes v 5 i209   3,7 kUA/l
CCD MUXF3 o214  <0,1 kUA/l

Befundinterpretation

Die Testergebnisse mit CCD-freien Allergenkomponenten zeigen:

  • Eine primäre Doppelsensibilisierung gegen speziesspezifische Majorallergene des Wespengifts (Ves v 1, Ves v 5) und des Bienengifts (Api m 1, Api m 3 und Api m 10)
  • Spezifisches IgE gegen Api m 5 aus Bienengift

Keine Sensibilisierung gegen die kreuzreaktiven Kohlenhydrat-Determinanten (CCD); somit wurden die positiven Ergebnisse aus beiden extraktbasierten Tests (i1, i3) nicht durch CCD-Kreuzreaktivität hervorgerufen.

Diagnose

Doppelsensibilisierung gegen Bienen- und Wespengift

Behandlung

Aufgrund dieser Befunde wird eine SIT mit Bienen- und Wespengift durchgeführt.

ImmunoCAP Allergenkomponenten für eine präzisere Allergiediagnostik

Diagnostizieren Sie differenzierter.

ImmunoCAP Allergenkomponenten unterstützen Sie dabei, „echte” Allergien von Kreuzreaktionen zu unterscheiden.  

Treffen Sie eine fundiertere Entscheidung.

Eine differenziertere Diagnostik hilft Ihnen, die richtigen Empfehlungen auszusprechen und das optimale Behandlungskonzept zu entwickeln.  

Ermöglichen Sie mehr Lebensqualität.

Mit dem richtigen Patientenmanagement verbessern Sie das Wohlbefinden und die Lebensqualität Iher Patienten.  


Broschüre Insektengift-Allergie

Fallbeispiel 1 Insektengift-Allergie

Fallbeispiel 2 Insektengift-Allergie

Empfohlenes Testprofil Insektengifte

Allergenkomponenten bei Insektengift-Allergie