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Weizen-Allergie

Präzisere Diagnostik für die IgE-vermittelte Weizen-Allergie


IgE-vermittelte Weizen-Allergien

  • Der Verzehr von Weizenmehlprodukten kann bei Kindern und Erwachsenen IgE-vermittelte Weizen-Allergien verursachen.
  • Eine Weizen-Allergie vom Soforttyp tritt meist bei Kindern auf und wächst sich in der Regel bis zum Schulalter aus. Nur bei wenigen Patienten bleibt sie bestehen und kann schwere Reaktionen verursachen
  • Eine Anaphylaxie kann bei Jugendlichen und Erwachsenen nach der Aufnahme von Weizen in Verbindung mit körperlicher Anstrengung und anderen Cofaktoren auftreten (WDEIA, Wheat dependent exercise induced anaphylaxis).

 

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Weizen-Allergenkomponenten verbessern die Diagnostik der Weizenmehl-Allergien

Verfügbare Allergenkomponenten:

  • Tri a 14, nsLipid-Transfer-Protein (nsLTP)
  • Gliadin (α-, β-, γ- und ω-Gliadine)
  • Tri a 19, ω5-Gliadin
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Weizen-Allergie vom Soforttyp

Positive Testergebnisse auf alle verfügbaren Weizen-Allergenkomponenten unterstützen die Diagnostik der Weizen-Allergie vom Soforttyp.

  • Eine Sensibilisierung gegen Tri a 14, Tri a 19 und/oder Gliadin ist assoziiert mit allergischen Reaktionen nach dem Verzehr von Weizen.
  • IgE-Antikörper gegen Tri a 19 und Gliadin sind Risikomarker für schwere Reaktionen.
  • Persistentes IgE gegen Gliadin und Tri a 19 weist auf eine verzögerte Toleranzentwicklung hin.

 

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Weizen-abhängige anstrengungsinduzierte Anaphylaxie (WDEIA)

WDEIA wird hervorgerufen durch Sport oder sonstige begleitende Faktoren wie Medikamente, Alkohol oder Stress nach dem Verzehr von Weizen. WDEIA-Patienten weisen im Allgemeinen keine Weizen-Allergie vom Soforttyp auf. 30 – 50 % der Patienten sind auch auf Extrakt-basierte Weizentests negativ. Doch die Mehrheit der WDEIA-Patienten ist gegen Tri a 19 und/oder Gliadin sensibilisiert.

  • Positiv getestetes Tri a 19 und/oder Gliadin stützen die Diagnose bei Verdacht auf WDEIA.
  • Eine Sensibilisierung gegen Tri a 14 (nsLTP) kann mit einem durch Begleitfaktoren ausgelösten anaphylaktischen Risiko verbunden sein.

Wussten Sie schon?

  • Weizen (Triticum aestivum) gehört zu den Gräsern und ist eine der häufigsten Ursachen von Nahrungsmittel-Allergien bei Kindern.
  • Neben der IgE-vermittelten Weizen-Allergie kann Weizen auch weitere Krankheiten auslösen, z.B. Zöliakie und Reizdarm-Syndrom.
  • Weizen enthält zahlreiche Allergenkomponenten. Die meisten Patienten sind gegen mehrere Komponenten sensibilisiert.
  • Bei Kindern mit Gräser-Allergie besteht die Gefahr einer irrtümlichen Weizen-Allergie-Diagnose mit Verordnung einer Weizenkarenz, da Tests auf Weizenextrakt aufgrund der Kreuzreaktivität zwischen Weizen- und Gräser-Komponenten, z.B. Profilin und CCD, oftmals positiv sind.
  • Gräser-bedingte positive Ergebnisse bei Tests mit Weizenextrakt können ausgeschlossen werden, wenn auf spezifische Weizen-Komponenten getestet wird (Gliadin, Tri a 14, Tri a 19).
  • Das nsLTP Tri a 14 und Gliadine (f98, Tri a 19) zeigen keine Kreuzreaktivität mit Gräserpollen-Allergenen.
  • Manche Weizen-Allergiker können gegen andere Getreidesorten wie Roggen und Gerste Reaktionen zeigen. Grund ist die Kreuzreaktivität zwischen Glutenproteinen (Gliadine und Glutenine).
  • Weizen kommt nicht nur in Backwaren vor, sondern auch in anderen verarbeiteten Nahrungsmitteln, z. B. in Bier, das bei Weizen-Allergikern Symptome hervorrufen kann.

 

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Allergenkomponenten verbessern die Diagnostik der Weizen-Allergie

Identifizieren Sie eine ”echte” Sensibilisierung gegen Weizen und schließen Sie Kreuzreaktionen aus:

  • Eine Sensibilisierung gegen Weizen-spezifische Komponenten bestätigt eine echte Weizen-bedingte Nahrungsmittel-Allergie und hilft Ihnen, klinisch irrelevante Sensibilisierungen aufgrund von Gräser-Kreuzreaktivität auszuschließen.

Schätzen Sie das Risiko schwerer Reaktionen gegen Weizen besser ein:

  • IgE-Antikörper gegen Tri a 19 und Gliadine weisen auf ein Risiko schwerer Reaktionen bei Weizen-Allergie hin.

Verbessern Sie Ihr Patientenmanagement:

  • Erkennen Sie die IgE-vermittelte Weizen-Allergie als Ursache gastrointestinaler Symptome.
  • Optimieren Sie Ihre Diät-Empfehlungen.
  • Identifizieren Sie Ihre Risiko-Patienten.
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